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Steffi C & Band: Power in Music

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Steffi C:

„Viele Wege führen nach Rom“, sagt ein altes Sprichwort und meint damit, dass es für jedes Ziel im Leben verschiedene Wege gibt, es zu erreichen. Der eine steuert geradlinig darauf zu, andere sammeln auf Umwegen einen reichen Erfahrungsschatz, ehe sie dort landen, wo sie eigentlich hin wollten. So wie Stefanie Christmann, Frontfrau von Steffi C & Band. Seit Anfang des Jahres erst steht sie in einer fünfköpfigen Formation aus gestandenen und blutjungen Musikern auf der Bühne und begeistert die Herzen von Rockfreunden zwischen 17 und 70.

Die Veranstaltungsreihe „Open Stage“ im FBZ Grille hat es möglich gemacht, dass die 37-jährige Friseurin Stefanie Christmann (Gesang und Gitarre), der 52-jährige Musikschullehrer und Sozialarbeiter Christian Köller (Bass), der 48-jährige Abteilungsleiter Johannes Fischbach (Gitarre), der 16-jährige Schüler Valentin Kruse (Schlagzeug) und die 17-jährigige angehende Abiturientin Insa Köller (Akustikgitarre) zusammengefunden haben und eine neue Band gründeten.

Stefanie Christ

mann erzählt: „Schon als Kind wünschte ich mir immer ein Musikinstrument. Aber ein Klavier oder Akkordeon war einfach zu teuer. Irgendwann bekam ich eine Gitarre geschenkt. Die Freude darüber war riesengroß, zumal in meiner Schule in Wesendorf gerade eine Schulband gegründet wurde. Unser Musiklehrer lernte mir in den großen Pausen ein paar Griffe, und dann hieß es: Üben, üben, üben. Ich war damals ein großer Fan der Kelly-Family. Also spielte ich zunächst alle Songs, die ich mochte, rauf und runter. Beim Schulabschlussball wagte ich mit ‚Knocking on heavens dor‘ zum ersten Mal einen Auftritt mit Gitarre und Gesang.“

Vom Spielmannszug auf die Rockbühne

Trotz Beifallsstürmen blieb es dann zunächst für lange Jahre bei diesem einen Auftritt, von kleinen Geburtstagsständchen für Familie und Freunde einmal abgesehen. Dennoch spielte Musik auch fortan immer eine Rolle im Leben von Stefanie Christmann. Sie trommelte im Spielmannszug Wagenhoff, wechselte in Ummern auf die Lyra, spielte im HMC Kraniche Wesendorf Mallet und in der Isetaler Brassband sogar Trompete.

Als ihre beiden Kinder ein bisschen größer waren, griff sie schließlich vor drei oder vier Jahren wieder zur Gitarre und spürte: Träume sterben nie! Mit Songs von Pink und Kelly Clarkson wagte sie sich bei „Open Stage“ ganz allein auf die Bühne und erzeugte mit ihrer Powerstimme nicht nur im Publikum Gänsehaut-Feeling. Herwart Sass und Christian Köller von der Kiwi-Musikschule, aber auch andere Musiker setzten mit ein. Hey, der Spaß an einer Band nahm immer konkretere Züge an!

Begleitet von Johannes Fischbach, erfahrener Gitarrist von Moorkater, und Christian Köller, Bassist unter anderem bei Palo Seco Voodoo Club, kam Stefanies Stimme noch besser zur Geltung. Damit sie sich voll und ganz auf den Gesang und die Performance als Frontfrau auf der Bühne konzentrieren kann, nahm das Trio Christians Tochter Insa mit ihrer Akustikgitarre mit ins Boot. Und für den richtigen Takt sorgt der 16-jährige Valentin, ein Ausnahmetalent an den Drums.

Barfuß und mit bärenstarker Stimme

Etwa 15 Titel haben Steffi C & Band mittlerweile innerhalb weniger Monate auftrittsreif einstudiert. Damit können sie gut und gern eine Stunde lang die Bühne rocken. Ob beim Musikfestival am Tankumsee, beim Holiday Start Open Air, zweimal bei Open Stage in der Grille oder gar beim Gifhorner Altstadtfest auf der Bühne bei Schütte – die Newcomer-Band kam an. Nicht zuletzt, weil ihr Spaß an der Musik ansteckt und den Funken zum Publikum schnell überspringen lässt.

Die nur 1,53 Meter kleine Stefanie zeigte neben dem 1,98 Meter-Mann Johannes barfuß und ohne High Heels – „weil‘s so bequemer, hipp und flippig ist“ – aber mit bärenstarker Stimme bei Songs wie „Jolene“ von Dolly Parton, „Like the way I do“ von Melissa Etheridge, „Let it rain“ von Amanda Marshall oder „It‘s so hard“ von Anouk gehörige Power und Größe. Und wenn Steffi C & Band auch immer wieder beteuern, vor allem musikalisch überzeugen zu wollen, die Friseurin als Frontfrau ist dennoch auch für gelungene Überraschungen gut und zeigt sich modemutig mal mit schwarzer, mal mit roter Mähne. Selbst lila Strähnchen erwiesen sich schon als echte Eyecatcher, so dass niemand merkte, mit welcher Portion Lampenfieber das Energiebündel mal wieder auf die Bühne gestiegen ist.

„Momentan wird bei den wöchentlichen Band-Proben weiter fleißig am Ausbau des musikalischen Programms gearbeitet. Zweimal 45 Minuten mit eingängigen Songs zu füllen und eine Demo-CD sind unsere nächsten Etappenziele“, erklärt Christian Köller und fügt hinzu: „Im nächsten Frühjahr sind wir bei Open Stage in der Grille natürlich wieder mit von der Partie.“

bc