Fotowettbewerb: Jugendliche sollen ihr Gifhorn dokumentieren

Foto: Michael Franke, Grillfest, Flutmulde, Vorstellung Fotofestival,

 

„Tote Hose in der Stadt“: Projekt des Gifhorner Plenums soll auch Denkanstoß für die Politik sein

In Gifhorn muss mehr für junge Leute gemacht werden. Das findet das Gifhorner Plenum für die Belange junger Menschen um Klaus Gieseke und Franz Behr und organisiert einen Fotowettbewerb unter dem Titel „Meine Stadt – meine Ecken“. Ziel sei nicht nur eine Ausstellung der Bilder, sondern ein Denkanstoß für die Kommunalpolitik.

„Wo sind ihre Ecken?“ Eine kennt Behr als Anwohner: Im Bereich Fritz-Reuter-Straße nahe des Humboldt-Gymnasiums gebe es ein Beachvolleyballfeld und einen Hartplatz, dort sehe er regelmäßig Jugendliche chillen. „Sehr viele treffen sich auch an der Flutmulde. Ansonsten wissen wir nicht mehr, wo sich Jugendliche treffen und aufhalten.“ Der älteren Generation fehle inzwischen der Zugang.

Ein Fotowettbewerb soll das aufdecken: Die Jugendlichen ziehen los und setzen ihre Lieblingsplätze mit der Kamera ins rechte Licht. Doch es geht nicht nur um Eiteitei: „Sie können sich auch zusammentun und die hässlichen Ecken fotografieren“, sagt Gieseke und nennt unter anderem die leer stehende Ladenzeile am Calberlaher Damm als Paradebeispiel. Zu verbessern gebe es in der Stadt genug. „In Gifhorn ist tote Hose“, kennt der erfahrene Sozialarbeiter die Sicht der Jugend auf die Stadt.

Bis 23. September sollen junge Menschen – Zielgruppe sind Acht- bis Zehntklässler – ihre Fotos an Detlef-Mirre@gmx.de mailen. Eine Jury wird die Siegerfotos auswählen, die dann in Schaufenstern leer stehender Geschäfte präsentiert werden sollen.

500 Flyer verteilt, in den Schulen geworben – dennoch waren nicht so viele junge Leute wie erhofft am Samstag beim Grillfest an der Flutmulde, wo der Fotowettbewerb vorgestellt wurde. Doch Elif Akin und Thora Dittrich von der Volkshochschule Braunschweig, die mitarbeiten, haben da schon eine PR-Idee: „Wir wollen es auf Facebook pushen.“

Yunus Aydemir (21) aus Gifhorn hat sich über den Fotowettbewerb informiert. Per Auslöser für die Belange junger Leute werben, damit für sie mehr getan werde, sei ein interessanter Ansatz, findet er. Doch: Anregungen der jungen Leuten „müssen dann auch umgesetzt werden“.

 

 

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