„Ghettolektuell“ geht es im Rittersaal zu

 

„Ghettolektuell“ heißt das Programm, das Idil Baydar am Samstag, 9. Dezember, im Rittersaal präsentiert. Sie hat als hier geborene und vom Umfeld geprägte Berlinerin einiges an Migrations-Hintergründigkeit zu bieten und tut das gerne und vehement vor allem in ihren typischen Figuren Jilet Ayse und Gerda Grischke auf sehr eindrucksvolle und gewollt nachhaltige Weise. Jilet Ayse ist schwer und gewichtig, rein und rassig und glaubt das auch noch, wenn sie in den Spiegel schaut. Der ansonsten übrigens hauptsächlich dem Publikum vorgehalten wird. Sie verbreitet Botschaften, Lösungen und Angst in den ersten Reihen. Und doch wird sie geliebt. Davon ist sie zumindest überzeugt. Vermeintlich naiv begegnet sie Unbekanntem und hofft, irgendwann den Lohn für ihr anständiges Leben zu bekommen. Der Weg dahin ist sicher noch weit, aber äußerst unterhaltsam. Ab 20 Uhr erkennt das Publikum, dass man auch und vor allem übers Lachen zur Wahrheit kommen kann.

Eintrittskarten sind ab sofort in der Vorverkaufsstelle des Kulturvereins, Steinweg 3, Tel. 05371-813924, unter anderem an der Konzertkasse der Aller-Zeitung im Steinweg 73 sowie an der Abendkasse erhältlich.

 

 

 

 

 

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