Musikalische Grenzverschiebungen: Musik 21 Festival Werk/Zeug gastiert in Gifhorn

 

Ab dem 7. September gibt es Konzerte, musikalische Experimente und Improvisationen aus aller Welt

Alle zwei Jahre verlässt das Musik 21 Festival die Großstadt und gastiert an außergewöhnlichen Orten Niedersachsens. Einer dieser Orte ist die Lüneburger Heide, das südliche Tor zu ihr ist Gifhorn. Und so wird Gifhorn im September zum Schauplatz des Musik 21 Festivals Werk/Zeug.

In dieser Region, wo die Natur vor Millionen von Jahren geografische und klimatische Grenzen verschob und so Einzigartiges entstehen ließ, widmet sich das Musik 21 Festival musikalischen Grenzverschiebungen. Es soll sich ein Raum öffnen für Fremdes und Bekanntes, für Verspieltes und Ernstes. Das geschieht mit verschiedenen Konzertformaten in der Stadthalle, auf dem Marktplatz und auf dem Areal des Mühlenmuseums.

Die Eröffnung am Freitag, 7. September, ab 19.30 Uhr findet in der Stadthalle statt. Der Autor Schuldt benutzt für seine Gedichte deutsche Worte, die Eingang in das Oxford-Englischwörterbuch gefunden haben – darunter überraschend viele Worte aus dem Militär. Um 20.15 Uhr schließt sich das Konzert der finnischen Gruppe Defunensemble an, eine der wichtigsten zeitgenössischen Musikgruppen Finnlands mit elektroakustischem Sound.

„Hören wie ein Müller“ ist der Festivalnachmittag am Samstag, 8. September, überschrieben. Von 14.30 bis 18 Uhr sind in zehn verschiedenen Mühlen des Internationalen Mühlenmuseums zehn Instrumente zu hören, zum Beispiel Mörser und Mahlwerke von Matthias Engler oder Julia Mihalys „Krawall-Barbies“ für eine Stimme, Zuspielung und Licht-Performance.

Das Abschlusskonzert der Kompositionsklasse „L’Art pour l’Art“ beginnt am selben Tag um 20 Uhr im Saal der Kreismusikschule, die Musiker haben sich vom Bauhaus-Gedanken zu ihren Stücken inspirieren lassen.

Am Sonntag, 9. September, erklären um 11.30 Uhr sieben Migranten Werkzeug und Instrumente ihrer Heimat in ihrer Muttersprache, Veranstaltungsort ist dann der Ratssaal. Und im Sportzentrum Süd beenden um 15 Uhr das Ensemble Klank und die Big Band des Gymnasiums Meinersen das Festival – das Instrumentarium gleicht einer „heillosen Werkstatt“ mit Klangzeugs von Sperrmüll über Laubsauger bis zu wertvollen Saiteninstrumenten.

Von Freitag, 7. September, bis Sonntag, 9. September, gibt es an verschiedenen Orten zu verschiedenen Zeiten Spiele aus aller Welt als Regelwerk für musikalische Improvisation. Unter Anleitung von Simon Gutfleisch werden sich fünf deutsche und fünf Migrantenkinder auf spielerische Weise dem Werkbegriff nähern und anhand von Spielen aus den Herkunftsländern der beteiligten Migranten kurze musikalische Improvisationen entwickeln.

 

 

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