„Wau“: Human Dog geht in Vollbüttel an den Start

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Peggy Poppen bildet bald Vierbeiner zu Therapiebegleithunden aus

In Vollbüttel werden Träume wahr – Peggy Poppen sprüht nur so vor Energie, wenn sie ihren Lebenstraum vorstellt: Sie eröffnet ein Ausbildungszentrum für Mensch und Hund namens „Human Dog“. Die 40-Jährige wird dort ab September Therapiebegleithunde, Besuchs- und Schulhunde sowie Familienhunde ausbilden und tiergestützte Therapiebegleitung und Besuchsdienste selber anbieten. Das therapeutische Spektrum, von dem Peggy Poppen ganz begeistert erzählt, ist riesig: Hunde in Schulklassen oder Kindergärten, Seniorenheimen oder Krankenhäusern, Hunde als Unterstützer bei Psycho- ebenso wie Physiotherapien, Logopädie und Ergotherapie. „Da ich keine therapeutische Ausbildung habe, sondern Heilerziehungspflegerin bin, kann ich mit einem Hund einen Therapeuten begleiten“, erklärt sie. Mit kleinen Gruppen von Kindern kann mit Hilfe eines Hundes das Sozialverhalten trainiert werden, in der Logopädie haben Klienten Erfolgserlebnisse, wenn ein Vierbeiner auf ihr Kommando hört. Aber, das betont Peggy Poppen ausdrücklich, allein mit gutem Willen und einem Hund, der gewisse Kommandos kennt, ist es nicht getan. Hund und Hundeführer brauchen eine Ausbildung. Genau die will die Volkserin in Vollbüttel anbieten. Sie selber hat mit zweien ihrer fünf Hunde die Ausbildung in Magdeburg im Therapie- und Ausbildungszentrum TAZ Hundeschule mit Zertifikat beendet, mit zwei weiteren ist sie in Ausbildung, Benjin wird Therapiebegleithund, Ronja Besuchshund. „Hund und Mensch sind ein Team, ich muss als Hundeführer aber darüber hinaus nicht nur die Signale meines Hundes richtig deuten, sondern auch über Versicherungsfragen und Hygienevorschriften Bescheid wissen“, erklärt Peggy Poppen den tieferen Sinn von dieser Ausbildung.

Nicht jeder Hund ist geeignet:

Bei „Human-Dog“ in Vollbüttel können Interessenten ab Oktober in dreitägigen Blockseminaren mit ihren Hunden gemeinsam für den Besuchsdienst ausgebildet werden, die Ausbildung als Therapiebegleitteam dauert zweimal zwei Tage. Im September startet Peggy Poppen in ihrem Ausbildungszentrum mit den Eignungsfeststellungen, denn „am Anfang steht immer eine Wesensüberprüfung, ob der Hund überhaupt für die Ausbildung geeignet ist“, sagt Hundetrainerin Peggy Poppen. „Das ist nicht von der Rasse abhängig“, verweist sie auf „so genannte Kampfhunde“, die Besuchsdienste in Gefängnissen machen. „Ebenso gibt es Golden Retriever, die keinen Körperkontakt mögen – die sind dann nicht für eine solche Ausbildung geeignet.“ In der Ausbildung geht es dann um Versicherungs- und Hygienefragen ebenso wie um praktische Übungen mit den Vierbeinern, die in so genannten Leistungsnachweisen abgefragt werden. Bei erfolgreicher Teilnahme gibt es ein Zertifikat. Die 40-Jährige bietet auch Welpenschule, Hundekursus und Dummyarbeit an, und Einrichtungen, die sich über Hundebesuch freuen würden, können sich bei ihr melden. Am Samstag, 1. September, stellt sie sich und Human-Dog bei einem Tag der offenen Tür in der Raiffeisenstraße 2 in Vollbüttel vor. Von 12 bis 16 Uhr sind alle zwei- und vierbeinigen Interessenten willkommen, um sich die Einrichtung anzusehen und mit etwas Glück bei der Tombola einen der Preise für Mensch und Tier zu gewinnen – der Erlös der Tombola ist komplett für den Tierschutzverein bestimmt. Weitere Infos unter www.human-dog.de.tru

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